Entstehung

Ishtru

Ishtru ist der Schläfer, der Träumer, der Schöpfer des Universums, mit dem alles begann. Solange er träumt, wird das Universum bestehen. Erwacht er, ist alles zu Ende, und es ist, als wäre der Traum nie gewesen. Möge er demnach ewig träumen.


Der Klang

Der erste Ton erschien in der Leere und umfing sie. Dies war die Geburt der Urmelodie, genannt die Große Melodie, und aus ihr strömt die Energie, die alles zusammenhält. Diese Energie erhielt die Bezeichnung Magie, die von manchen in besonderer Weise genutzt werden kann.


Die Ersten

Da waren zuerst die ERSTEN GEDANKEN: Erenatar, der Lebensbringer, und Ishtrus Feueratem, Schöpfer der Sonnen und Vulkane. Nur wenig später entstand die EINHEIT: Harmonie/Gleichklang und Gleichgewicht. Dann folgten die Mächtigen: Götter, Drachen, das Erste Volk der Sterblichen, die Unsterblichen. Als das All bewohnbar war, entstand das gesamte weltliche Leben durch göttliche Schöpfung und Verbreitung des Lebenssamens: Die Zweite Menschheit und alle weiteren sterblichen kurz- oder langlebigen Völker, artenreiche Flora und Fauna.


Das Universum

Das Träumende Universum ist groß und voll der Wunder. Auf ewiger Reise durch das All ziehen bizarre Geschöpfe, fragil und durchsichtig wie Quallen, feurig wie Kometenrösser, pulsierend wie Polypen, leuchtend wie Tiefseefische, gigantisch wie Wale, engelsgleich wie Rochen, lauernd wie Spinnen, jagend wie Wölfe.


Die Schlafende Schlange

Ishtrus Feueratem wandelte sich nach Erfüllung seiner Aufgabe zur Schlafenden Schlange, zum Wächter über das Gefüge des Traums.
Die Schlafende Schlange ruht solange, bis der Traum alt und starr wird, denn es gibt nichts von ewiger Dauerhaftigkeit. Droht die Gefahr der Bewegungslosigkeit, oder gerät das Gefüge aus dem Gleichgewicht, erwacht die Schlafende Schlange und zerstört den Traum. Nach Vollendung der Zerstörung gibt es nichts mehr, auch keine Erinnerung. Als habe das Träumende Universum nie existiert. Der Traum wäre zu Ende, und der Schläfer erwacht.


Der Bruch

Eine lange Zeit hindurch war der Traum beherrscht von Frieden und Harmonie. Durch das ganze All drang wundervoller Gesang, die Weltenmelodien befanden sich im Einklang.
Der Traum entwickelte sich, während immer neue Welten und immer neues Leben entstanden, die ersten Sternenschiffe gingen auf Reisen, die Verbindungstore der bewohnten Welten waren zueinander dauerhaft geöffnet und konnten jederzeit von allen Wesen, ob magisch begabt oder nicht, durchschritten werden. Alles war sich nahe.
Erenatar überwachte als gütige Macht die Entwicklung des Lebens.
Es war alles Eins und Harmonie, bis zu jenem Moment, an dem die EINHEIT plötzlich zerbrach.
Es wurde getrennt, was für untrennbar gehalten worden war. Das Gleichgewicht geriet ins Schwanken.
Die Getrennten, die nun das GETEILTE waren, waren verzweifelt und wollten sich wieder zusammenfügen. Jeder fühlte sich ohne den anderen leer, verlassen, ängstlich.


Der Ewige Krieg

Die Katastrophe nahm ihren unaufhaltsamen Gang, als sich das GETEILTE zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht erblickte. Der Schock war groß, weil sie so grundverschieden waren, überhaupt nicht so, wie sie sich bisher empfunden hatten. Sie waren sich völlig fremd und verstanden einander nicht mehr. Voneinander abgestoßen entfernten sie sich immer weiter. Aus ihnen wurden also Regenbogen (ehemals Harmonie) und Finsternis (ehemals Gleichgewicht), zwei gigantische Wolkenmeere hinter der Sternensee, nahezu im Zentrum des Träumenden Universums.
Diese gewaltige Erschütterung im Gefüge schaffte Dissonanzen in der Großen Melodie. Sie zerfiel in Millionen Fragmente. Die Weltenverbindungen brachen zusammen, manche Tore schlossen sich für immer. Nur Mächtige konnten die verbliebenen Tore noch öffnen. Die vorher so eng miteinander verbundenen Welten waren für alle Zeit voneinander abgeschnitten. Ein tiefer Schock für das gesamte Leben. Das Fortbestehen des Traums war gefährdet.
Die Schlafende Schlange regte sich zum ersten Mal.
Einige der Ersten erkannten, welche Gefahr drohte. Sie suchten nach einem Ausweg, die Schlange aufzuhalten und den Traum zu bewahren.
Gleichzeitig aber wollten die übrigen Mächtigen das Gleichgewicht wiederherstellen. Die einen Mächte stellten sich auf die Seite des Regenbogens, die anderen auf die der Finsternis. Dies noch in bester Absicht, um ein Gleichgewicht bei den Verhandlungen zu bewahren und, auf beide Seiten einigermaßen gerecht aufgeteilt, nach Auswegen zu suchen, aus dem GETEILTEN wieder die EINHEIT zu machen.
Doch bald traten die ersten Konflikte auf. Alle wollten dasselbe, aber auf unterschiedliche Weise erreichen.
Aus der Finsternis entstanden die Letztgeborenen, Dämonen und ihre Götter, die ausgesandt wurden, um Bastionen zu schaffen, sollten die Differenzen unüberwindlich werden. Misstrauen breitete sich aus.
So begann der Ewige Krieg.
Ein gewaltiger Sturm fegt seither durch das Träumende Universum.


Welten

Einige Welten haben im Verlauf des Ewigen Krieges besondere Bedeutung erlangt.

Lerranee bedeutet "Sternwolke". Sie entstand nach der Zerstörung eines großen Weltenreiches im Verlauf des Ewigen Krieges und wurde von Göttern und den Gründern der Ersten Menschheit neu besiedelt. Die Welt ist nicht groß, denn sie ist nur ein Splitter des ursprünglichen Reiches. Sie besitzt einen Kontinent, umgeben von Wasser, und viele Inseln.

Waldsee ist eine große, sehr alte Welt, die schon existierte, als es die EINHEIT noch gab. Ihr Schöpfer ist Erenatar, der sie Lúvenor schenkte. Wegen der politischen Bedeutung dieser Welt und ihrer günstigen strategischen Lage nahe der beiden Wolkenreiche, versuchen Finsternis und Regenbogen seit langer Zeit, Waldsee zu ihrer jeweiligen Bastion zu machen. Wer Waldsee als Bastion einnimmt, hat einen entscheidenden Vorteil im Ewigen Krieg errungen, wenn nicht sogar den Sieg. Waldsee ist eine Welt der Legenden, mächtiger Artefakte und magischer Wesen. Menschen gehören zu den jüngeren Völkern und sind nahezu überall zu finden, wenngleich auch in eher untergeordneter Rolle. Aufgrund der Vielfalt der Völker haben viele Götter beider Seiten hier ihre Heimat.

Annata ist eine sehr alte Welt, einst von Erenatar erschaffen, um seinem eigenen Volk der Lebensbringer Heimat zu geben. Über ihre Lage ist nichts bekannt. Sie kann nur von bestimmten Mächtigen betreten werden.


Die Annatai

Diese wohlgestalteten Zauberer, langlebige Sterbliche, sind an allen Orten im Universum zu finden, und, wie es scheint, lenken sie die Geschicke vieler Welten. Doch schätzen sie es nicht besonders, wenn man zu viel über sie berichtet und geben kaum etwas von sich preis.

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